Armin Röhnke für sein Engagement im Fahrradtrial geehrt

Bei der NDM-Sie­ger­eh­rung in Rie­del­bach wur­de Armin Röhn­ke, Grün­der der Tri­al-Abtei­lung des TSV, mit einem Ehren­po­kal aus­ge­zeich­net. Was 2019 mit zwei Mit­glie­dern begann, ist heu­te eine 42-köp­fi­ge Abtei­lung mit 34 Kin­dern und Jugend­li­chen – und Armin fährt mit 72 noch immer aktiv mit. Eine Geschich­te über Lei­den­schaft und Ehren­amt.

Bei der Sie­ger­eh­rung des 5. und 6. Laufs der Nord­deut­schen Meis­ter­schaft (NDM) sowie des Nord­deut­schen Fahr­rad­tri­al Cups (NDFC) in Rie­del­bach stan­den dies­mal nicht nur die sport­li­chen Leis­tun­gen im Mit­tel­punkt. Über­ra­schend wur­de auch Armin Röhn­ke, Grün­der und Trai­ner der Fahr­rad­tri­al-Abtei­lung des TSV Duden­ho­fen, für sein lang­jäh­ri­ges Enga­ge­ment im Tri­al­sport aus­ge­zeich­net.

Die Ehrung nahm der Vor­sit­zen­de des RV Anspach, Rai­ner Schimpf, vor. Als Aner­ken­nung erhielt Armin einen indi­vi­du­ell gestal­te­ten Ehren­po­kal. Gewür­digt wur­den sei­ne jahr­zehn­te­lan­ge Lei­den­schaft für den Tri­al­sport, sein außer­ge­wöhn­li­cher Ein­satz für die Kin­der- und Jugend­ar­beit sowie sein uner­müd­li­ches Enga­ge­ment.

Rai­ner Schimpf bezeich­ne­te Armin dabei als ech­tes Urge­stein der NDM- und NDFC-Serie. Beson­ders her­vor­ge­ho­ben wur­de, dass Armin mit sei­nen 72 Jah­ren bis heu­te selbst aktiv an Wett­kämp­fen teil­nimmt und gleich­zei­tig Jahr für Jahr die größ­te Ver­eins­mann­schaft zu den Ver­an­stal­tun­gen bringt.

Die Begeisterung begann mit einer Vorführung

Dabei fand Armin Röhn­ke ver­gleichs­wei­se spät zum Fahr­rad­tri­al. Im Alter von rund 55 Jah­ren besuch­te er eine Fahr­rad­in­for­ma­ti­ons­mes­se in Köln. Dort ver­folg­te er eine Tri­al-Vor­füh­rung. Die Kom­bi­na­ti­on aus Tech­nik, Balan­ce und abso­lu­ter Fahr­rad­be­herr­schung ließ ihn nicht mehr los.

Kurz dar­auf besuch­te er einen Wett­kampf auf dem Hohe­rodskopf. Dort hat­te er die Mög­lich­keit, ein Tri­al­rad selbst aus­zu­pro­bie­ren. Die Begeis­te­rung war so groß, dass Armin das Rad direkt über­nahm. Bereits kur­ze Zeit spä­ter star­te­te er bei sei­nem ers­ten Wett­kampf.

Vom Hobby zur eigenen Abteilung

Aus den ers­ten gemein­sa­men Aus­fahr­ten mit eini­gen Gleich­ge­sinn­ten ent­wi­ckel­te sich schnell mehr. Auf Mau­ern, Trep­pen, Baum­stäm­men und allem, was sich zum Balan­cie­ren eig­ne­te, wur­de regel­mä­ßig trai­niert.

Als wenig spä­ter auch sein Enkel Mari­us Klus­ka den Sport für sich ent­deck­te und bereits mit drei Jah­ren auf dem Lauf­rad ers­te Tri­al-Erfah­run­gen sam­mel­te, ent­stand bei Armin eine Idee: War­um soll­te es die­sen Sport im Rhein-Main-Gebiet nicht eben­falls geben?

Da es in der Regi­on kaum Mög­lich­kei­ten gab, Fahr­rad­tri­al orga­ni­siert aus­zu­üben, ent­schloss er sich, selbst eine Abtei­lung ins Leben zu rufen. Sein Ziel war es von Anfang an, Kin­dern und Jugend­li­chen eine sinn­vol­le Frei­zeit­be­schäf­ti­gung zu bie­ten und sie für einen Sport zu begeis­tern, der Koor­di­na­ti­on, Kon­zen­tra­ti­on, Balan­ce und Kör­per­be­herr­schung glei­cher­ma­ßen för­dert.

Mit dem TSV Duden­ho­fen fand Armin einen Ver­ein, der sei­ne Idee unter­stütz­te und ihm den nöti­gen Frei­raum gab. 2019 wur­de die Fahr­rad­tri­al-Abtei­lung offi­zi­ell gegrün­det. Gestar­tet wur­de mit gera­de ein­mal zwei Mit­glie­dern – Armin und sei­nem Enkel Mari­us. Bereits kurz nach der Grün­dung schlos­sen sich die ers­ten Kin­der an. Seit­dem wächst die Abtei­lung kon­ti­nu­ier­lich und zählt heu­te 42 Mit­glie­der, dar­un­ter 34 Kin­der und Jugend­li­che. Rund 20 Fah­rer neh­men regel­mä­ßig an Wett­kämp­fen teil, eini­ge von ihnen star­te­ten bereits bei Deut­schen Meis­ter­schaf­ten und sogar Welt­meis­ter­schaf­ten.

Ehrenamt mit der ganzen Familie

Bis heu­te steht Armin Röhn­ke selbst regel­mä­ßig auf dem Tri­al­rad. Gleich­zei­tig enga­giert er sich als lizen­zier­ter Trai­ner und Tri­al-Fach­wart im Bezirk Main-Spes­sart-Rhön voll­stän­dig ehren­amt­lich für den Nach­wuchs.

Unter­stützt wird er dabei von sei­ner Fami­lie. Sein Enkel Mari­us Klus­ka (15) ist inzwi­schen selbst erfolg­rei­cher Fah­rer und als Co-Trai­ner aktiv. Sei jüngs­ter Enkel Jan­nik Klus­ka (8) fährt eben­falls seit weni­gen Jah­ren. Toch­ter Danie­la Klus­ka ver­ant­wor­tet die Öffent­lich­keits­ar­beit der Abtei­lung. Ehe­frau Ilse Röhn­ke über­nimmt einen gro­ßen Teil der orga­ni­sa­to­ri­schen Auf­ga­ben und sorgt dafür, dass im Hin­ter­grund alles rei­bungs­los funk­tio­niert.

Auch über den Trai­nings­be­trieb hin­aus setzt sich die Abtei­lung dafür ein, den Fahr­rad­tri­al bekann­ter zu machen. Regel­mä­ßig wer­den Mit­mach-Par­cours bei Ver­an­stal­tun­gen auf­ge­baut, bei denen Kin­der und Erwach­se­ne den Sport selbst aus­pro­bie­ren kön­nen. So war die Abtei­lung unter ande­rem bereits auf der Euro­bike sowie zahl­rei­chen regio­na­len Ver­an­stal­tun­gen ver­tre­ten.

Mehr als nur eine Auszeichnung

Die Ehrung in Rie­del­bach wür­digt weit mehr als sport­li­che Erfol­ge. Sie ist eine Aner­ken­nung für vie­le Jah­re ehren­amt­li­cher Arbeit, den Auf­bau einer erfolg­rei­chen Nach­wuchs­ab­tei­lung und das uner­müd­li­che Enga­ge­ment, Men­schen jeden Alters für den Fahr­rad­tri­al zu begeis­tern.

Der TSV Duden­ho­fen gra­tu­liert Armin Röhn­ke herz­lich zu die­ser beson­de­ren Aus­zeich­nung und bedankt sich für sei­nen außer­ge­wöhn­li­chen Ein­satz für den Ver­ein, den Nach­wuchs und den Fahr­rad­tri­al­sport.